Gastbeiträge / Interviews

10 Feb., 2026

Der D‑Faktor: Warum der dunkle Kern menschlicher Persönlichkeit Führung beeinflusst – Ein Gastbeitrag

2026-02-10T17:59:50+01:0010. Februar 2026|Schlüsselwörter: , , , , , , , , , |

Wer in Organisationen führt oder geführt wird, begegnet täglich unterschiedlichen Persönlichkeiten. Manche inspirieren, manche irritieren – und manche richten erheblichen Schaden an, ohne dass dies auf den ersten Blick sichtbar wäre. Immer mehr Forschung zeigt: Hinter vielen Formen problematischen Verhaltens steht ein gemeinsamer Kern, der erklärt, warum Menschen andere ausnutzen, täuschen oder rücksichtslos behandeln. Dieser Kern wird als Dark Factor of Personality, kurz D‑Faktor, bezeichnet – wissenschaftlich präzise, aber für Führungskräfte von ganz praktischer Bedeutung

11 Nov., 2025

Workaction und Holiwork als Beispiele neuer Arbeits- und Lebensformen – ein Interview

2026-01-24T21:31:13+01:0011. November 2025|Schlüsselwörter: , , , , , , |

Interview von Jürgen Weibler mit Prof. Dr. Wendelin Küpers von der Budapesti Corvinus Egyetem / Corvinus University of Budapest, Institute of Strategy and Management, Department of Organizational Behaviour and Human Resource Development, zu Workation und Holiwork.

2 Sep., 2025

Selbstreflexion in der Führung – Zum Was, Warum und Wie

2026-01-24T21:31:46+01:002. September 2025|Schlüsselwörter: , , , , , |

Unsere derzeitige BANI-Welt (Cascio 2020) – Brittle (brüchig), Anxious (unruhig), Non-linear (nichtlinear), Incomprehensible (unverständlich) – verlangt von Führungskräften einiges ab. Nicht ohne Grund werden im Gegenzug in den letzten Jahren verstärkt Themen wie Resilienz, Achtsamkeit und aufmerksames Zuhören, Entschleunigung, Mental Health, Deep (Focus) Work, Digital Detox, Work-Life-Balance, Digital Literacy und Remote Leadership als mögliche „Heilmittel“ erörtert. Die klassischen Methoden des Zeit- und Selbstmanagements haben in der Führung nicht an Bedeutung verloren, sie umzusetzen ist in unserer durch Dauerablenkung und mediale Überreizung geprägten Gegenwart allerdings noch herausfordernder geworden. Dies alles zu reflektieren und die Bedeutung für einen selbst bewusst zu machen (Selbstreflexion), erscheint dringender denn je.

2 Aug., 2025

Die ersten 100 Tage in Führung – und kein Plan? Systemisch denken hilft

2026-01-24T21:32:23+01:002. August 2025|Schlüsselwörter: , , , , , , , , |

Es klingt nach einem klaren Auftrag: „Du übernimmst ab sofort die Teamleitung.“ Doch was so einfach klingt, entfaltet oft eine enorme innere Wucht. Plötzlich ändert sich die Perspektive: Aus der Mitte des Teams an die Spitze. Vom Kollegen zur Führungskraft. Von „Wir machen das gemeinsam“ zu „Ich entscheide das jetzt.“ Die ersten 100 Tage in einer Führungsrolle gelten als entscheidend. Viele Organisationen begleiten diesen Übergang mit Einarbeitungsplänen, Zielvereinbarungen, Seminaren oder Mentoring. Das ist wichtig – greift aber oft zu kurz. Denn was in dieser Zeit wirklich geschieht, ist kein rein organisatorischer Wechsel. Es ist ein psychologischer Prozess: ein Identitätswandel. Neue Führungskräfte sind mit einem Spannungsfeld konfrontiert: Sie müssen Erwartungen erfüllen, ohne sie wirklich zu kennen. Sie sollen führen, ohne sich selbst schon sicher zu sein. Sie sollen Beziehungen gestalten, während sich alles neu sortiert. Die Folge: Viele rutschen in alte Verhaltensweisen – perfektionistisch, konfliktscheu, kontrollierend. Andere erstarren, weil sie das Gefühl haben, nicht „die Richtigen“ zu sein. Und wieder andere verheddern sich im Tagesgeschäft, weil sie keine Klarheit über ihre neue Rolle finden. Doch genau hier liegt die Chance.

28 Mai, 2025

Vertrauensbruch mit Folgen: Der Betrayal Spillover Effect

2026-01-24T21:32:38+01:0028. Mai 2025|Schlüsselwörter: , , , , , |

Eine langjährige Mitarbeiterin eines mittelständischen Unternehmens erfährt, dass ihre Führungskraft entgegen früherer Zusagen eine interne Beförderung anderweitig vergeben hat – ohne Rücksprache, ohne Erklärung. Die Mitarbeiterin hatte große Hoffnungen in die Zusage gelegt und fühlte sich durch den Wortbruch persönlich verletzt. Die Folge: Die Mitarbeiterin beginnt, auch anderen Führungskräften im Unternehmen zu misstrauen – selbst jenen, die nicht in den Vorfall involviert waren. Dieses Phänomen, bei dem ein einzelner Vertrauensbruch das Vertrauen in eine ganze Gruppe, in die Organisation oder Branche infolge untergräbt, wird als „Betrayal Spillover Effect“ bezeichnet. Leadership Insiders geht der Frage nach, wie ein einzelner Vertrauensbruch das Vertrauen in andere Personen oder in anderen Bereichen erschüttern kann – und was wir tun können, um dem Effekt und seinen Folgen entgegenzuwirken.

5 Mai, 2025

Zukunftseuphorie als Katalysator für Leadership – Ein Gastbeitrag

2025-05-28T09:57:43+02:005. Mai 2025|Schlüsselwörter: , , , , , , , |

Leadership bedeutet im Kern verantwortungsvolle Zukunftsgestaltung. Vieles wurde hierbei in letzter Zeit richtig gemacht, eines jedoch vergessen: Wir brauchen wieder mehr Zukunftseuphorie! Führungspersonen in Unternehmen, Institutionen oder Politik sind meist sehr geschult darin, schlaue Pläne zu entwickeln und zu verbreiten. Doch hierbei gibt es einen blinden Fleck. Was so gut wie immer fehlt, ist eine authentische, affektive Verbindung mit diesen schlauen Plänen – auf Seiten der Urheber wie auch auf Seiten der Rezipienten.

22 Apr., 2025

Warum Menschen schlechte Führung unterstützen

2026-01-24T21:33:03+01:0022. April 2025|Schlüsselwörter: , , , , , , |

Schlechte Führung, sofern sie sich langfristig an der Macht behauptet, ist in der Regel Ausdruck eines komplexen Zusammenspiels dreier Faktoren: einer problematischen Persönlichkeit der führenden Person – empirisch betrachtet meist männlich –, einer begünstigenden Kontextsituation und, in weit höherem Maße als gemeinhin angenommen, der Unterstützung durch Geführte. Mit anderen Worten: Bad Leadership verweist fast immer auch auf Bad Followership.

8 Apr., 2025

Hybrides Projektmanagement: Die geschickte Kombination agiler und klassischer Elemente

2025-04-08T14:47:34+02:008. April 2025|Schlüsselwörter: , , , |

Führungskräfte, die den „Nebenjob“ einer Projektleitung haben, erleben dies selten als Karrierebooster, eher als Karrierekiller. Klassisches Projektmanagement gilt als zu steif und bürokratisch, agiles Projektmanagement als zu offen und vulnerabel. Beide Ansätze, hier karikierend überspitzt dargestellt, bieten jeweils wertvolle [...]

26 Aug., 2024

Führungsmotivation: Befunde und Strategien – ein Gastbeitrag

2024-10-03T12:16:32+02:0026. August 2024|Schlüsselwörter: , , , , , , |

Es scheint schwieriger zu werden, Personen für Führungspositionen zu begeistern. Auch wenn Führung vielfältiger wird, ist dies natürlich ein erhebliches Problem. Welche Faktoren wirken denn so abschreckend auf Mitarbeitende, wenn es um Führungsrollen geht? Welche Rolle spielt Gehalt als Motivator für die Führung? Wie sollten Organisationen heutzutage überhaupt "gute Führung" messen?

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