Den Dortmundern wird immer wieder, auch und gerade in dieser erst begonnenen Saison, ein hervorstechendes Potenzial an fußballerischer Kunst attestiert. Nun werden Meisterschaften jedoch nicht danach vergeben, wie gut und erfrischend man maximal spielen kann, sondern wie häufig man gewinnt oder mindestens nicht verliert. Interessierte Beobachter vermerken die anhaltende Schwankungsbreite des Auftretens der Mannschaft, die wie in diesem Fall mit dazu beitrug, dass die Spiele, von denen man weiß, dass sie genau jetzt gewonnen werden müssen, nicht ausreichend häufig tatsächlich auch gewonnen werden – eine Blöße, die sich der seit Jahren erfolgreichere Konkurrent aus dem Süden der Republik nicht erlaubt.
Warum versagt, um es hart zu formulieren, die Dortmunder Mannschaft also zu häufig in den entscheidenden Spielen? Dies allein mit Verweis auf ungleiche finanzielle Möglichkeiten in der Kaderzusammenstellung erklären zu wollen oder gar das Schicksal zu bemühen, trifft den Kern des Problems bei Weitem nicht. Dies kann offensichtliche Verhaltensweisen auf und neben dem Platz nicht begründen.
Ich schließe auf eine entscheidende Differenz im individuellen Mindset einzelner Akteure und im kollektiven Mindset, welche einerseits das Team und andererseits den Verein betrifft.