Univ.-Prof. Dr. Jürgen Weibler

Über Univ.-Prof. Dr. Jürgen Weibler

Ordentlicher Professor für Betriebswirtschaftslehre, insb. Personalführung und Organisation an der FernUniversität in Hagen
7 Jan., 2020

Führungsautorität quo vadis – Ein Essay

2020-01-14T22:40:05+01:007. Januar 2020|Schlüsselwörter: , , , , , |

Die politische Theoretikerin Hannah Arendt stellte in ihrem vielgelesenen Werk „On Violence“ fest, dass Autorität im Kontext des Herrschens von Menschen über Menschen „das begrifflich am schwersten zu fassende Phänomen und daher das am meisten missbrauchte Wort“ sei. Auch wir laufen mit dem pauschalen Ruf nach „Führungsautorität“ Gefahr, in diese Falle zu tappen. Denn damit verlangen wir etwas, ohne genau zu wissen, was genau das sein soll.

28 Nov., 2019

Effektive Teamentscheide – Wie Führungskräfte Groupthink vermeiden

2020-01-15T14:30:32+01:0028. November 2019|Schlüsselwörter: , , , |

Teamleitungen stehen immer vor der Anforderung, die beste Entscheidung zu treffen. Sofern die beste Entscheidung unter Einbezug der Erfahrung, des Wissens und der Kreativität der Teammitglieder voraussichtlich eher in der Gruppe als durch einen Alleinentscheid gelingt, sollte alles getan werden, um diesen Prozess nicht suboptimal verlaufen zu lassen. Dazu gehört zuvorderst, sich nicht im Fallstrick des Groupthinks (Gruppendenken) zu verheddern. Leadership Insiders erläutert das Phänomen und gibt praktikable Lösungen, wie Führungskräfte in Teamsitzungen die Kraft ihres Teams bestmöglich spielen lassen.

11 Nov., 2019

Technostress – eine Schattenseite der Digitalisierung?

2024-09-16T09:13:50+02:0011. November 2019|Schlüsselwörter: , , , |

Nein, wir reden nicht über die „Church of Techno“, den Berghain Club in Berlin, oder andere Stätten der Musik, deren Besuch oder Entzug, je nachdem, dem Besucher Stress diversen Ursprungs verursacht. Vielmehr beschäftigen wir uns mit den Folgen der beruflichen Nutzung von Informations- und Kommunikationstechniken, die unseren Alltag mitbestimmen: Schnell eine Information im Internet suchen, Daten digital speichern und mit anderen teilen, parallel von unterschiedlichen Standorten am selben Dokument arbeiten, in Echtzeit und unabhängig von geographischen Grenzen kommunizieren, von Zuhause aus vor der Nachtruhe noch eben eine E-Mail an den Kunden beantworten und jederzeit online, also immer verfügbar für das Team, zu sein. So praktisch und selbstwerterhöhend das sein kann: Die Gefahr des ungesunden Stresserlebens läuft immer mit. Leadership Insiders beschreibt anhand aktueller Literatur das Konzept Technostress, liefert einen Einblick in mögliche Auslöser und legt Konsequenzen für Organisationen und Führungskräfte im digitalen Zeitalter dar.

29 Okt., 2019

New Leadership – Von der Armut der Begierde zur stimmigen Leidenschaft

2025-02-07T09:33:18+01:0029. Oktober 2019|Schlüsselwörter: , , |

Der geistige Urvater der New Work Bewegung, Frithjof Bergmann, fordert Arbeit, die nicht länger eine „Armut der Begierde“ hervorbringt. Menschen sollten vielmehr in ihrer Berufsausübung das tun können, was sie „wirklich, wirklich wollen“. Das ist nicht weniger als ein Plädoyer für (mehr) Leidenschaft. Doch ganz so einfach ist das nicht. Denn Leidenschaft ist ein reichhaltiges Konzept. Und: Leidenschaft ist nicht gleich Leidenschaft. Anlass genug, um nachfolgend auf Basis wissenschaftlicher Befunde zu klären, worauf es ankommt. Was macht Leidenschaft aus? Welche Wirkungen sind bereits belegt? Was bedeutet das für New Leadership und verantwortungsbewusste Führungskräfte?

15 Okt., 2019

Erste Frau als Co-CEO eines Dax-Konzerns – Warum Co-Leadership gefragt ist

2025-02-07T09:32:37+01:0015. Oktober 2019|Schlüsselwörter: , , , , , |

Die Führungskultur in deutschen Unternehmen ist nach wie vor von einem „Mann an der Spitze“ geprägt. Deutschland ist, was die Beteiligung von Frauen in der Führung betrifft, immer noch „Entwicklungsland“ (AllBright 2019). Mit der Berufung von Jennifer Morgan als erste Co-CEO eines Dax-Unternehmens wird nicht nur deutsche Unternehmensgeschichte geschrieben, sondern zugleich ein moderner Co-Leadership Ansatz ins Rampenlicht gerückt. Was ist dieser auffällige Gegenentwurf eines Co-Leadership zur traditionell vorherrschenden One-Man-Show eigentlich? Ein Aufbruch in neue Führungswelten? Leadership Insiders liefert das notwendige Wissen dazu und zeigt auf, wovon das Gelingen in der Praxis abhängt.

30 Sep., 2019

Der Wille zur Übernahme von Führung – Was macht eine „Motivation to Lead“ aus?

2025-02-07T09:38:08+01:0030. September 2019|Schlüsselwörter: , , , , , , , |

Eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group (BCG) weist auf Basis der Befragung von rund 5000 Führungskräften und Angestellten aus, dass nur sieben Prozent der Mitarbeitenden in Deutschland in den kommenden fünf bis zehn Jahren eine Führungsposition übernehmen möchten. Bei den Managerinnen und Manager, seien es gerade noch rund 40 Prozent, die auch in Zukunft eine Führungsposition innehaben möchten (Brücken 2019). Das größere Problem scheint der Sprung in eine Führungsposition zu sein. Der Nachwuchs steht damit im Fokus. Leadership Insiders nimmt dies zum Anlass, darzustellen, wovon es grundsätzlich abhängt, damit sich Frauen wie Männer in Organisationen erstmals für eine Übernahme von formaler Führungsverantwortung entscheiden.

3 Sep., 2019

Was macht Arbeit sinnvoll?

2020-01-14T22:40:09+01:003. September 2019|Schlüsselwörter: , , , |

Der Mensch ist ein Sinnsucher. Wenn er Sinn findet, ist vieles möglich. Ist die Suche erfolglos, ist er gelangweilt, frustriert, apathisch, gereizt bis (selbst-)aggressiv, deprimiert und/oder sucht nach Sinnersatz. Die Arbeit ist dabei kein Feld, das von vornherein von der Hoffnung auf Sinn ausgespart wird, auch wenn dies weder alle verstanden haben noch danach handeln. Praktisch haben aber nicht wenige Beschäftigte, auch Führungskräfte, die Suche aufgegeben. „Sinnloser Quatsch“ ist da eine noch freundliche Formulierung, die einem auf die Frage, was man denn so auf der Arbeit macht, genervt entgegengeschleudert wird. Was läuft da schief? Leadership Insiders zeigt die Bedingungen auf, die an eine sinnvolle Tätigkeit (Meaningful Work) typischerweise geknüpft werden und liefert Maßstäbe, für deren Anwendung es sich lohnt, (wieder) zu streiten – diese Anwendung empfehle ich auch zur Selbstüberprüfung der eigenen Situation.

20 Aug., 2019

Bindungsdefizite: Wie unsichere Führungskräfte im Abseits stehen

2025-02-07T09:36:49+01:0020. August 2019|Schlüsselwörter: , , , , , |

„No man is an island“ (John Donne 1624) – oder anders gesagt, jeder Mensch braucht andere Menschen. Führung besteht zu einem großen Teil in der erfolgreichen Gestaltung sozialer Beziehungen, beispielsweise im Team. Was aber, wenn die sogenannten Bindungsorientierungen, die die sozialen Beziehungen anregen und ausgestalten, dafür suboptimal ausgeprägt sind? Leadership Insiders klärt auf und führt aus, wie man als Vorgesetzter mit Führungsanspruch dann schnell im Abseits steht und dadurch u.a. positive Emotionen nicht auslösen oder erwidern kann.

5 Aug., 2019

Führungsstab der Polizei – Entscheidungen in Extremsituationen

2020-01-14T22:40:10+01:005. August 2019|Schlüsselwörter: , , , |

Wie trifft man als Führungskraft in Krisensituationen eilbedürftige Entscheidungen? Es müssen ja nicht immer Entscheidungen auf Leben oder Tod und diese innerhalb von 20 Sekunden zu treffen sein. Aber natürlich können auch „normale“ Unternehmungen in Krisensituationen kommen, die sofortige Entscheidungen erfordern. Cyberattacken, Erpressungen durch angedrohte Produktschädigungen, aber auch Unglücksfälle im Unternehmen mit großen Gefahren für Mensch und Natur oder schlicht eine verunglückte Pressemitteilung, die einen Shitstorm in den sozialen Medien auslösen könnte, erfordern Entscheidungen in kürzester Zeit. Wie bereitet die Polizei, so die heutige Frage von Leadership Insiders, ihre Führungskräfte auf solche Sofortentscheidungen unter Zeitdruck und hoher Belastung vor? Was kann man daraus übergreifend lernen?

21 Juli, 2019

Präsentismus – Krank zur Arbeit?

2020-01-14T22:40:10+01:0021. Juli 2019|Schlüsselwörter: , , |

Kennen Sie das Gefühl? Sie wachen Werktags morgens auf und fühlen sich körperlich nicht fit. Gedanken schießen durch Ihren Kopf: „Krank zur Arbeit, oder Krankmeldung? Heute ist doch das wichtige Meeting, und überhaupt: Ich kann doch jetzt nicht schon wieder fehlen. Noch mehr Arbeit, wenn ich wieder zurück bin! Und was sollen erst die Kollegen und Kolleginnen denken? Meine Arbeit müssen die wirklich nicht auch noch machen.“ Dem gesundheitlichen Bedenken zum Trotz finden Sie sich also auf der Arbeit ein. Leistungsfähig fühlen Sie sich nicht wirklich. Präsentismus, wie dieses Verhalten genannt wird, ist ein komplexes Phänomen. Leadership Insiders beschreibt das Verhalten genauer, liefert einen kompakten Einblick in die Ursachen und ordnet die Folgen ein.

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